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Bau des Feuerwehrgerätehauses

Das neue Feuerwehrgerätehaus nach der Fertigstellung.
Blick in das neue Feuerwehrgerätehaus.
Umzug bei der Wehr nach Einweihung des neuen Feuerwehrgerätehauses.
Das erste Feuerwehrgerätehaus (rechts) stand in der Sonnengasse. Zuletzt diente es nur noch zur Unterstellung einiger Löscheinrichtungen.- Die bisher von der Feuerwehr genutzten Räume im Mainbernheimer Schießhaus (links) werden auch

Zur Feuerschutzwoche Rundfahrten im Löschfahrzeug

Zahlreiche Prominenz erwartet die Freiwillige Feuerwehr Mainbernheim am Samstag zum Auftakt der Feuerschutzwoche. Um 19.30 Uhr beginnen die Feierlichkeiten anläßlich der Einweihung des neugebauten Feuerwehrgerätehauses. Seniorpfarrer Helmut Lutz (Albertshofen) und Pfarrer Friedrich Kuhn (Rödelsee) weihen das Gebäude ein. Für den musikalischen Rahmen sorgen der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Mainbernheim und der Posaunenchor.
Höhepunkt der Festtage bildet der „Tag der offenen Tür” am Sonntag. Ab 12 Uhr ist das Haus zur Besichtigung freigegeben. Auch den Kindern wird einiges geboten: Rundfahrten mit dem Löschfahrzeug werden zweifellos zur Attraktion des Tages. Selbstverständlich treten die Feuerwehrmänner in Uniform auf.

Im neuen Gerätehaus wurde eine Schlauchwaschanlage mit Schrägtrocknung eingebaut. Die Benzinkammer ist in einer Stützmauer einbruchsicher eingelassen. Außerdem schuf man Vorrichtungen zum Aufhängen der Schutzbekleidung, richtete verschiedene Regale für Kleinmaterial ein und stellte eine Werkbank auf. Die Feueralarmsirene verbleibt nach wie vor im Schützenhaus. Platz fanden zudem das alte und ein neues Löschgruppenfahrzeug, eine TS 8, zwei Hydrantenwagen und ein Haspelwagen für B-Schläuche. Auch eine Zwölfmeter-Schiebeleiter kann dort untergestellt werden.

In relativ kurzer Zeit gelang es, das neue Mainbernheimer Feuerwehrgerätehaus zu errichten. Die Feuerwehrmänner halfen tatkräftig mit. Sie verbrachten viele Stunden freiwillig und unentgeltlich auf der Baustelle. Der Standort konnte erst nach jahrelangem Gerangel festgelegt werden. Kurz vor der Einmündung des Holzgrabenweges in die Rödelseer Straße fand man einen idealen Platz. Das neue Gebäude befindet sich in der Nähe der bisherigen Feuerwehrunterkunft im Schützenhaus, auf einem Grundstück der Gemeinde und einem Teilgelände von Alfred Meyer.
Die Baufläche ist groß genug, so daß einer späteren Erweiterung des Hauses nichts im Wege stünde.

Die Geräte, die in der Feuerwehrunterkunft im Schützenhaus abgestellt sind, befinden sich in einem gepflegten Zustand. Im Juni 1974, zur Feier des hundertjährigen Bestehens der Wehr, wurden die Geräte gründlich überholt. Es handelt sich dabei um eine Tragkraftspritze älterer Bauart für Sondereinsätze, wie es das Schlammpumpen darstellt, eine Saug- und Druckpumpe für Pferdebespannung aus dem Jahre 1877 und eine kleinere aus dem Jahre 1907, eine kleine Druckspritze von 1874, sowie eine Fünfzehn-Meter-Schiebeleiter. Die Geräte standen bisher im alten, ersten Gerätehaus in der Sonnengasse. Dort befinden sich heute keine Feuerwehrgeräte mehr.

Die Mainbernheimer Wehr kann auf eine lange Tradition zurückblicken. In einer Urkunde aus dem Archiv der Stadt wird die Genehmigung einer „Feuerlöschordnung” vom 22. Mai 1743 ausgesprochen. Die Urkunde hat das Oberamt Onolzbach (Ansbach) unterzeichnet. Nach dem Anschluß Mainbernheims an das Königreich Bayern kam 1862 eine Feuerlöschordnung heraus. Sie enthält unter anderem folgende Vorschriften: Der Türmer muß bei Feuerausbruch in der Stadt sofort mit allen Glocken Sturm läuten. Erfolgt der Ausbruch des Brandes zur Nachtzeit, sind sogleich alle Straßenlaternen anzubrennen. Fünfzehn Mann müssen zur Sicherung der gefährdeten Effekten und Habseligkeiten aufgestellt werden. Wasserentnahmestellen sind durch Pechkränze oder Pechfackeln kenntlich zu machen. Feuerreiter und berittene Landwirte sollen notfalls zur Alarmierung der Feuerwehren von Nachbargemeinden zur Hand sein.

Aufschlußreich ist auch folgender Eintrag im Protokollbuch des Stadtmagistrats vom 5. März 1877: "Wurde von mehreren hiesigen Einwohnern ein Antrag gestellt, behufs Errichtung einer Freiwilligen Feuerwehr. Die diesbezüglichen Verhandlungen und Statuten wurden dem Magistrate bekanntgegeben und besteht keine Erinnerung, jedoch sind die Verhandlungen dem Kgl. Bezirksamt Kitzingen zur Genehmigung vorzulegen". Zehn Tage später schrieb der Chronist: „wurde bebekanntgegeben, daß d. Errichtung einer Freiwilligen Feuerwehr die bezirksamtliche Genehmigung erhalten hat, was dem Vorstande derselben mitzuteilen ist.”

98 Jahre später gehört diese Feuerwehr zum festen Bestandteil der Gemeinde. Die Feuerschutzwoche soll nicht zuletzt auch auf die Notwendigkeit dieser Einrichtung hinweisen, die im vergangenen Jahrundert nichts an Bedeutung verloren hat. Die Anwesenheit der Prominenz dokumentiert das in eindeutiger Weise. Zur Feier am Wochenende lud die Feuerwehr Mainbernheim Landrat Dr. Rolf Bauer und die Sachbearbeiter beim Landratsamt, Vertreter der Außenstelle des Landesamtes für Brand und Katastrophenschutz in Würzburg, Kreisbrandrat Rudolf Rickel Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeister, Mainbernheims Bürgermeister und die Stadträte, sowie die Vereinsvorstände.

Download Chronik-Auszug

feuerwehrgeraetehaus.pdf

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