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Deutscher Feuerwehrtag in Hannover

Einen großen Erfolg konnte der Spielmanns- und Fanfarenzug aus Mainbernheim (Franken) nicht nur in Engensen, sondern auch bei dem Feuerwehrumzug in Hannover für sich verbuchen.
Der Vorsitzende der Schützengesellschaft, Dieter Pflüger, überreicht dem Leiter des Gast-Fanfarenzuges, Willi Gebert, das Wettmarer Ortswappen.
Höhepunkt des 25. Deutschen Feuerwehrtages in Hannover war neben der Großkundgebung auf dem Schützenplatz zweifellos der große Umzug von mehr als 50 000 Feuerwehrleuten durch die Innenstadt der niedersächsichen Metropole.

Auf Trompeten in Engensen Feueralarm geblasen

Auf reichlich nostalgische Art wurde am Sonntagmorgen um 8 Uhr in Engensen Feueralarm ausgelöst: An mehreren Stellen im Ort hatten Trompeter Aufstellung genommen, um ihre Kameraden zum Einsatz zu rufen. Der Grund für diese ungewöhnliche Alarmierung war aber keineswegs ein Besinnen auf die Sitten der Altvorderen, sondern der Besuch des Spielmanns- und Fanfarenzugs der Freiwilligen Feuerwehr aus Mainbergheim (Franken). 55 Gäste aus diesem Ort waren während des in Hannover stattfindenden Feuerwehrtages in Engensen einquartiert.

Seit vier Jahren besteht zwischen den Ortswehren Mainbernheim und Engensen eine Freundschaft. Zustande gekommen sind diese Beziehungen anläßlich eines Besuchs des stellvertretenden Ortsbrandmeisters von Engensen, Brunhart Vogel, in den fränkischen Ort. Er wurde hellwach, als plötzlich in seinem Ferienort die alten Trompetensignale der Feuerwehr erklangen. Allerdings alarmierte die Mainbernheimer Feuerwehr keineswegs im Normalfall mit der Trompete: Lediglich bei Übungen wird dieses alte Requisit dann und wann hervorgeholt. So auch bei einer gemeinsamen Löschübung der Mainbernheimer und Engenser Wehr am Sonntagmorgen.

Mit der Aufnahme der Delegation ihrer Patenwehr revanchierten sich die Engenser Wehrleute für die herzliche Aufnahme anläßlich eines Freundschaftsbesuches vor zwei Jahren. Der Feuerwehrtag bot sich als ideale Gelegenheit dazu an.
Der Spielmanns- und Fanfarenzug aus Franken marschierte ebenso wie der Engenser Musikzug in dem großen Ausmarsch der Wehrleute in Hannover mit.

Die Bewirtung der Gäste konnte die Feuerwehr Engensen dann doch nicht vollkommen selbständig übernehmen. Hilfreich sprang die Schützengesellschaft Engensen ein und sorgte für das leibliche Wohl und für die Unterhaltung der Gastwehr. Am Sonnabend gipfelte das Programm in einem großen Dorffest. Die Schützengesellschaft hatte die Riesenfete gemeinsam mit den Engenser Wehrleuten organisiert und ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.
Die Musik besorgten, zumindest was den „unterhaltsamen Teil” anging, die Musik-, Spielmanns- und Fanfarenzüge der Wehren aus Mainbernheim und Engensen und der Engenser Schützen in eigener Regie. Daneben war natürlich auch für zünftige Tanzmusik gesorgt worden, so daß die eifrigsten Feierer bis zum frühen Morgen „Kameradschaft pflegten”.

Ein Zeichen dafür, wie viele neue Freundschaften anläßlich des Besuches begründet wurden, sind die vielen herzlichen Worte, die bei der Übergabe der kleinen Gastgeschenke fielen. Als Dank für die Herzlichkeit, mit der die an sich ja nicht zuständigen Schützen die Gäste aus dem Süden Deutschlands aufnahmen, hatten die Mainbernheimer ein großes Lebkuchenherz mitgebracht. Dieses Herz ist gleichzeitig eine Art Symbol der kleinen, noch von einer Stadtmauer eingeschlossene Stadt: Der fränkische Ort verfügt über eine bedeutende Lebkuchenindustrie.
Die Engenser Schützen revanchierten sich mit einem Ortswappen, auf Glas gemalt und in Blei gefaßt. Das schönste Ergebnis des Besuches: Ganz nebenbei sind viele neue persönliche Kontakte zwischen den beiden Orten entstanden.

Auf dem großen Schützenplatz von Hannover versammelten sich rund 50 000 Feuerwehrmänner zur Kundgebung und zum Anschlie0enden Festzug durch die Innenstadt.
Der Festzug wurde durch eine Reihe historischer Gruppen und Fahrzeuge belebt. Das Bild zeigt einen vom Pferd gezogenen Löschwagen der Freiwilligen Feuerwehr Minden-Lübbecke aus dem Jahr 1895.
Traditionelle Trachtengruppen aus allen Bundesländern setzten Farbtupfer in das einheitliche Dunkelblau der Dienstbekleidungen der Feuerwehren.

Strapazen trübten die Freude nicht

Beim Festzug der 50 000 Teilnehmer zum 25. Deutschen Feuerwehrtag in Hannover, der sich vier Stunden durch die Innenstadt bewegte, wurden die Marschblöcke aus Bayern mit besonderem Beifall bedacht. Der Spielmannszug der Feuerwehr Mainbernheim, als einziger aus Bayern, führte den Marschblock »Bayern 2» an.

Die Mainbernheimer Spielleute in Begleitung von 50 Personen verbanden mit der Teilnahme in Hannover einen Gegenbesuch bei der Feuerwehr Engensen, die vor drei Jahren in Mainbernheim gewesen war. Nach der Ankunft verblieb noch Zeit, den Flughafen in Hannover zu besichtigen, bevor man um 18 Uhr auf dem Dorfplatz offiziell durch den Bürgermeister und den Kommandanten mit musikalischer Umrahmung durch den Schützenspielmannszug begrüßt wurde.

Am Abend folgte ein gemütliches Beisammensein mit den dortigen Kameraden. Nach dem Festzug und einer kurzen Atempause besichtigten die Teilnehmer die großen Waldgegenden, die vor einigen Jahren das Feuer heimgesucht hatte.

Vor dem Dorffest am Abend boten die Spielmannszüge ein Standkonzert. Am Sonntagvormittag bliesen die Mainbernheimer an verschiedenen Stellen, wie zu Hause üblich, den »Weckruf« zu Feuerwehrübungen. Dazu traten je eine Gruppe aus Mainbernheim und Engensen an. Später besichtigten die Gäste im 25 Kilometer entfernten Celle die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern, das herzogliche Schloß und ein Museum.

Bei der Verabschiedung auf dem Dorfplatz dankte Willi Gebert nochmals für die herzliche Aufnahme bei den Familien. Wenn der Aufenthalt im Norden Deutschlands auch manchmal recht strapaziös war, wurden diese Tage für alle Teilnehmer doch zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Das dortige »Burgdorfer Kreisblatt« berichtete mit zwei Bildern ausführlich über den Besuch aus Franken.

Download Chronik-Auszug

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