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Großbrand Bären-Schmidt 1960

Dicke Wolken von Rauch und Qualm lagen um 11.30 Uhr über der Bärenlebkuchenfarbrik, eine halbe Stunde nach Ausbruch des Brandes, als das Feuer das Dach noch nicht durchbrochen hatte.
Gegen 13 Uhr war der rechte Teil des Traktes bereits ausgebrannt. Das Feuer hatte sich auf den Fahrstuhl in der Mitte und auf den linken Gebäudeteil ausgeweitet.
Die Belegschaft versucht zu retten, was zu retten ist.

Millionenschaden in der Lebkuchenfabrik

In der bekannten Bärenlebkuchenfabrik Gebrüder Schmidt zerstörte gestern ein Großfeuer Gebäude, Maschinen, Fertigwaren, Halbfabrikate, Rohstoffe und Verpackungsmaterial im Werte von über einer Million DM. Der Brand brach gegen 11 Uhr vermutlich beim Abschweißen der großen Werkstafel über dem Dach des Südtraktes im darunterliegenden Lagerboden aus. Die oberen Geschosse dieses Fabrikteils (Baujahr 1915 bis 1917) brannten total aus. Das Feuer fand in den Kartonagen im Lagerboden reiche Nahrung und griff schnell um sich. Alle Wehrmänner leisteten bei großer Hitzeentwicklung Außerordentliches, um den Brand auf diesen Gebäudeteil zu lokalisieren.

Vollständig zerstört wurden die Bonbonkocherei, die Dragéeabteilung und der gesamte Vorrat an Verpackungsmaterial. Die im folgenden Geschoß liegenden Fließbänder und Maschinen, einschließlich der Versandabteilung, wurden schwer in Mitleidenschaft gezogen. Inwieweit in anderen Abteilungen Ferttigwaren und Rohstoffe durch die starke Rauchentwicklung geschmacklich beeinträchtigt und dadurch eventuell wertlos wurden, muß erst festgestellt werden. Die Belegschaft brachte aus anschließenden Gebänden Fertigwaren, auch Büromaschinen und Akten in Sicherheit.

Als erste griff die Werksfeuerwehr ein. Zum Brandplatz kamen dann die Mainbernheimer Wehr, die Kitzinger und Iphöfer Wehr mit ihren Löschfahrzeugen, die Werksfeuerwehr Knauf, die Wehren Willanzheim und Rödelsee, die amerikanische Flugplatzwehr von Kitzingen mit ihrem Tanklöschfahrzeug, die Wehr Michelfeld und die Marktbreiter Wehr. Bei der Ausdehnung des Brandes und der großen Zahl der angesetzten Strahlrohre konnten die Fernwasserversorgung Franken und die werkseigenen Brunnen das erforderliche Löschwasser auf mehrere Stunden nicht allein liefern. Auch dann nicht, als Landrat Schad auf eigene Verantwortung die Erhöhung des Druckes der Fernwasserleitung veranlaßte. Die Wehren Rödelsee, Iphofen, Willanzheim, Michelfeld und Marktbreit sowie die Werksfeuerwehren Schmidt und Knauf bauten in vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit vom Eichelsee her eine zirka 1500 Meter lange Förderleitung auf und versorgten damit die Flugplatzwehr mit Löschwasser. Gegen 14 Uhr war die Gefahr beseitigt.

An der Brandstelle fanden sich neben Landrat Schad Bürgermeister Gustav Stahlschmidt, Kreisberandmeister Karl Dorsch, Kreisbrandmeister Kümmel (Willanzheim) und Kreisbauweister Niemann ein. Alles griff zusammen. Landpolizeioberinspektor Lotter, dessen Beamte der Station Mainbernheim die Ordnung aufrechterhielten, war ebenfalls am Brandplatz.

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