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Großbrand Bären-Schmidt 1972

Neun Feuerwehren kämpften gegen den Großbrand in Mainbernheim, der in der Nacht von Donnerstag auf Freitag einen Schaden von rund zwei Millionen Mark forderte
Lichterloh schlugen in der Nacht zum Freitag um 1 Uhr die Flammen beim Brand der Bärenlebkuchenfabrik Gebrüder Schmidt in Mainbernheim zum Himmel
Nach der Brandkatastrophe am frühend Morgen. Stehen geblieben sind die Außenmauern des Lagers und des Verwaltungsgebäudes
So sah es nach dem Brand aus: die Räume der weit über den Kreis hinaus bekannten "Lebkuchenfabrik" waren ein Raub der Flammen geworden

9 Wehren kämpften gegen Feuer

Schaden in Höhe von zwei Millionen Mark - nach ersten Schätzungen - richtete in der Nacht auf Freitag ein Großfeuer in der Lebkuchen- und Süßwarenfabrik Bärenschmidt-Haribo an. Große Teile des Gebäudekomplexes, in denen sich Büro- und Lagerräume befanden sowie Kantine und Verkaufsräume wurden ein Opfer der Flammen.

Am Brandort selbst waren während des Höhepunkts des Großfeuers neun Feuerwehren aus Kitzingen, Iphofen, Mainbernheim, Marktbreit, Willanzheim, Obernbreit, Segnitz, Münsterschwarzach und vom Kitzinger Flugplatz eingesetzt. Nach Angaben von Kreisbrandmeister Rudolf Rickel Großlangheim, haben sich über 100 Feuerwehrmänner an der Brandbekämpfung beteiligt.

Erschwert wurden die Löscharbeiten durch Wassermangel, da die Fernwasserleitung einfach überfordert war. Allerding wurde dafür Sorge getragen, daß die maximale Wassermenge in Richtung Mainbernheim gepumpt wurde. Trotzdem mußte in der Nacht eine etwa ein Kilometer lange Schlauchleitung zum Eichelsee gelegt werden. Immerhin wurde das Feuer aus zwölf Rohren bekämpft. Die erstmals bei einem Großbrand eingesetzte Drehleiter der Feuerwehr Kitzingen bestand ihre Bewährungsprobe glänzend, ebenso wie das Wendestrahlrohr, das von dieser Leiter aus bedient wurde.

Zu der Brandstelle waren neben Bürgermeister Willi Mader und Landrat Dr. Rolf Bauer auch Polizeichef Karl Lotter geeilt, die sich an Ort und Stelle von dem Ausmaß des Schadensfeuers überzeugten.

Erschwert wurde die Alarmierung durch die Tatsache daß die Telefonzentrale gleich eines der ersten Opfer der Flammen wurde. So mußte der Nachtwächter, der den Brand bemerkte zum Haus des Firmeninhabers. Vom Bahnhof aus wurde Bürgermeister Mader benachrichtigt, der dann auch Polizei und Feuerwehr alarmierte. Mit ihrem Tanklöschfahrzeug war die Kitzinger Wehr als erste am Unfallort. Gleich darauf folgten die Iphöfer. Die Mainbernheimer Wehr, die noch nicht an die Funk-Alarmierung angeschlossen ist, traf erst später am Brandort ein. Obwohl von allen Wehrleuten und beherzten Helfern versucht wurde zu retten, was noch zu retten war, wurde sehr viel ein Raub der Flammen.

Bis gegen fünf Uhr war der Brand soweit unter Kontrolle gebracht, daß keine Gefahr mehr des Übergreifens auf ein anderes Gebäude bestand. Über die Brandursache war gestern bei Redaktionsschluß noch nichts bekannt. Beamte der Kriminalpolizei, Sachverständige aus der Landeshauptstadt und die Staatsanwaltschaft hielten sich gestern im Rahmen ihrer Nachforschungen am Brandort auf.

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brand-baerenschmidt.pdf

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