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Kreisfeuerwehrfest mit Spielmannszugsgründung

Der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Mainbernheim, der zum Kreisfeuerwehrfest offiziell gegründet wird.

Kreisfeuerwehrfest und gleichzeitige Gründung des Spielmannszuges

Nach den abgeschlossenen Vorbereitungen einschließlich der Aufstellung eines geräumigen Festzeltes richtet nun die Freiwillige Feuerwehr Mainbernheim über das Wochenende das erste Kreisfeuerwehrfest im Landkreis Kitzingen aus und verbindet damit die Gründung ihres Spielmannszuges. Die Schirmherrschaft hat Landrat Oskar Schad übernommen. Der Schirmherr, der Sprecher der unterfränkischen Kreisbrandinspektoren, Fritz Schuck, Kreisbrandinspektor Rudolf Rickel (Großlangheim), Mainbernheims 1. Bürgermeister Gustav Stahlschmidt, sowie erster Kommandant Hans Zimmermann, zweiter Kommandant und Kreisbrandmeister Fritz Hagelstein entbieten den Besuchern in der ansprechenden Festschrift ihre Grußworte.

Der Festschrift kann entnommen werden, daß die erste Feuerwehr im Bezirk Kitzingen am 24. Juli 1862 im Gasthaus "Zum Stern" in Kitzingen gegrundet wurde. 1865 folgten die Städte Marktbreit und Dettelbach, am 11. November 1886 wurde der Kreisfeuerwehrverein Unterfranken ins Leben gerufen und 1876 der Feuerwehr-Bezirksverband Kitzingen aus der Taufe gehoben. In Mainbernheim wurde die Freiwillige Feuerwehr am 23. Januar 1877 mit Adam Frank als Hauptmann gegründet. Damals mußte das Löschwasser noch mit Feuereimern und Wasserfuhrwerken zum Brandplatz befördert werden. Heute ist die Mainbernheimer Wehr mit allen erforderlichen Geräten ausgerüstet und hat anerkannterweise einen ausgezeichneten Ausbildungsstand. Mehrere Löschgruppen tragen das
Feuerwehrleistungsabzeichen in Silber und Bronze.

In Mainbernheirn war es schon immer üblich, daß Hornisten die Kameraden zum Einsatz oder zur Übung riefen und am Brandplatz die Befehle durch Hornsignale weitergaben. Durch die Ausdehnung des Städtchens wuchs die Zahl der Hornisten. Bald war es kleines Hornistenkorps, das die Wehr zum traditionellen Waldfest an Pfingsten mit Märschen begleitete. Angesichts des Interesses neuer Bläser entschlossen sich die Hornisten und der Trommler, einen Spielmannszug zu gründen. Dank der Freigabe zweier Spieler durch den Spielmannszug der Kolpingsfamilie Kitzingen, die die Ausbildung übernahmen, konnte innerhalb eines Jahres der ansehnliche Spielmannszug, dem auch einige Mädchen angehören, auf die Beine gestellt werden. Durch Spenden und eigene Mittel konnten die Instrumente einschließlich einer Lyra angeschafft werden. Nun stellt sich der Spielmannszug in seiner schmucken Uniform zum Kreisfeuerwehrfest vor.

Die umfangreiche Festschrift enthält auch eine Schilderung der wechselvollen Geschichte der Stadt Mainbernheim und ihrer Sehenswürdigkeiten. 1172 stellte Kaiser Friedrich Barbarossa Mainbernheim, ursprünglich Bernheim, unter den Schutz des Reiches. 1382 erfolgte die Stadterhebung durch König Wenzel. Damit verbunden war die Pflicht, den Ort mit Graben, Mauern und Türmen zu umgeben und eine Bürgerwehr aufzustellen. Türme und Mauern, zum Teil gut erhalten, charakterisieren das Stadtbild. Zu allen Zeiten hatte Mainbernheim einen in Innungen organisierten blühenden Handwerkerstand.

Das Festprogramm sieht für morgen um 19.30 Uhr den Marsch des Feuerwehr-Kreisausschusses durch die Stadt zum Festzelt auf dem Gelände des TSV Mainbernheim und anschließend den Festabend mit der Trachtenkapelle Lier (Würzburg) vor. Am Festsonntagvormittag sind um 6 Uhr der Weckruf, um 8.30 Uhr der Kirchgang mit anschließender Totenehrung auf dem Friedhof, um 10.30 Uhr ein Standkonzert am Vieriöhrenbrunnen und gleichzeitig beginnend die Kommandantenversammlung im Festzelt.

Ab 12 Uhr werden die auswärtigen Wehren empfangen. Der Festzug stellt sich um 13.15 Uhr in der Nürnberger Straße auf und marschiert um 13.30 Uhr ab. Nach dem Eintreffen auf dem Festplatz ist bis 24 Uhr Festbetrieb mit der Feuerwehrkapelle Iphofen. Im Festzug marschieren zwei Musikkapellen und sieben Spielmannszüge mit.

Für kommenden Montag lädt die Freiwillige Feuerwehr Mainbernheim alle Kameraden, die Bevölkerung aus Mainbernheim und aus der ganzen Umgebung zum großen Bunten Abend um 20 Uhr im Festzelt, der "Südwest-Startparade" mit anerkannten Künstlern von Film, Funk und Fernsehen, ein. Karten sind im Vorverkauf noch zu haben.

Zum Schmuck des Städtchens verteilt die Freiwillige Feuerwehr Fahnen. Außerdem wird die Bevölkerung gebeten, mit den eigenen Fahnen zu flaggen und ihre Häuser zu schmücken.

Dicht gesäumt waren die Straßen Mainbernheims als sich der Festzug zum Kreisfeuerwehrtag durch das Städtchen bewegte

Erstes Kreisfeuerwehrfest in glanzvollem Rahmen

Im festlich geschmückten Städtchen richtete die Feuerwehr Mainbernheim über das Wochenende das erste Kreisfeuerwehrfest für den Landkreis Kitzingen aus und verband damit die Gründung ihres Spielmannszuges. Auftakt waren am Samstag der Marsch des Feuerwehr-Kreisausschusses, an der Stpitze Schirmherr Bezirkstagspräsident Landrat Oskar Schad, Kreisbrandinspektor Rudolf Rickel und der Sachbearbeiter für das Feuerwehrwesen beim Landratsamt Kitzingen, Regierungsoberinspektor Ottmar Hack. Angeführt wurde der Zug vom Mainbernheimer Feuerwehrspielmannszug mit Jürgen Witzke als Tambourmajor.

Nach dem Willkomm, den erster Kommandanten Hans Zimmermann im Festzelt entbot, und dem Prolog, gesprochen von Erna Hagelstein, die Kommandant Zimmermann das Fahnenband der Ehrendamen überreichte, führte Schirmherr Landrat Schad aus, es sei richtig, daß man die Wehrmänner aus dem ganzen Landkreis einmal im Jahr über den Dienst hinaus zu menschlicher Begegnung zusammenrufe. So danke er der Mainbernheimer Wehr und der Stadt, das Kreisfeuerwehrfest ausgerichtet zu haben. Im kommenden Jahrzehnt würden viele Wehren ihr Jubiläum feiern können. Die Kreisfeuerwehrfeste würden dann als Jubiläumsveranstaltungen in den betreffenden Gemeinden sein.

Das Mainbernheimer Fest, betonte der Landrat, habe noch eine besondere Bedeutung, gelte es doch, den Spielmannszug in Dienst zu stellen. Die Wehr und die Stadt Mainbernheim beglückwünschte er zum Spielmannszug, den er auf die Bühne bat und mit Handschlag verpflichtete. Besonders nannte er Sebastian Auernig als einen der rührigsten Initiatoren bei der Gründung. Auernig bedankte sich und wünschte einen weiteren festen Zusammenhalt. Für die Ausrüstung des Spielmannszuges überreichte der Landrat einen Scheck über 200 DM. Zuvor schon hatte Sparkassendirektor Alfred Weber einen Scheck über 150 DM übergeben. Kommandant Hans Zimmermann konnte sich noch über weitere Spenden, besonders auch von der Bärenlebkuchenfabrk Gebrüder Schmidt bedanken.

Im Verlauf des Festabends sprachen weiter MdL Erich Sauer (Ochsenfurt), der auch Grüße und Glückwünsche der Bundestagsabgeordneten Dr. Max Schulze-Vorberg und Walter Langebeck, die beide anwesend waren, übermittelte, Kreisbrandinspektor Rudolf Rickel und Mainbernheims Bürgermeister Gustav Stahlschmidt. Unter den Gästen sah man u.a. Oberregierungsrat Dr. Rolf Bauer, Direktor Dr. Fritz Porsch, Ingenier-Leutnant Ronald Tyree vom Flugplatz Kitzingen, stellvertretender Kreisbrandinspektor Franz Wode (Iphofen), Kommandant und Kreisbrandmeister Robert Hügelschäffer (Scheinfeld) sowie Vertretungen der Stadtwehr Kitzingen und der Wehren aus Rölsee, Michelfeld und aus dem Landkreis Ochsenfurt.

Der Mainbernheimer Gesangverein erfreute mit einigen Liedern. Der Feuerwehr-Spielmannszug war nach Indienststellung mit einigen Stücken zu hören und die weitere musikalische Gestaltung des Abends besorgte mit Schmiß und Schwung die Trachtenkapelle Lier aus Würzburg. Gestern waren der Weckruf, der Festgottesdienst, die Totenehrung, ein Standkonzert, die Kommandantenversammlung, der Festzug, wie ihn Mainbernheim noch nie gesehen hat, und der kameradschaftliche Nachmittag und Abend mit der Feuerwehrkapelle Iphofen im Festzelt. Für den großen bunten Abend, der Südwest-Starparede mit Künstlern von Funk, Film und Fernsehen, heute um 20 Uhr im Festzelt sind an der Abendkasse noch Karten zu erhalten.

Download Chronik-Auszug

gruendung-spielmannszug.pdf

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