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Rauchmelder

Seit dem Start der Aufklärungskampagne "Rauchmelder retten Leben" im Jahr 2000 konnte die Ausstattung privater Haushalte mit Rauchmeldern von sechs auf 36 Prozent gesteigert werden. "Das ist ein großer Erfolg für die Rauchmelderkampagne und für all jene, die heute bereits ruhig und behütet schlafen können", sagt Siegfried Brockmann vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, Mitbegründer der Kampagne.   

Laut aktueller, repräsentativer Forsa-Umfrage bei 2000 deutschen Haushalten installieren Familien mit mehreren Kindern und Paare am häufigsten Rauchmelder. Deutlichen Nachholbedarf haben hingegen Singles und ältere Menschen. Bedenklich erscheint auch ein Ergebnis der Umfrage: Jeder siebte gekaufte Rauchmelder ist noch nicht installiert.  

"Die Grenzen der Aufklärung sind erreicht", sagt Hans-Jochen Blätte, Präsident der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb), der sich seit Jahren für das Thema Rauchmelder einsetzt. "Die Verbraucher, die sich und ihre Familie bewusst schützen möchten, haben wir in den letzten Jahren erreicht. Die Mehrheit der Bevölkerung wird nur über eine Rauchmelderpflicht zu schützen sein."

Nach der bundesweiten Umfrage "Einsatz und Akzeptanz von Rauchwarnmelder in Deutschland" der Forschungsgruppe g/d/p (Fraunhofer IRB Verlag) aus dem vergangenen Jahr befürworten sogar 82 Prozent in Deutschland eine bundesweite gesetzliche Regelung, die eine generelle Rauchmelderpflicht in privaten Wohnräumen vorsieht.

Eine Rauchmelderpflicht ist heute nur in sechs Bundesländern vorgeschrieben, davon vier mit Übergangsfristen für die Nachrüstung von Bestandsbauten von 2009 bis 2014.  Durch die Übergangsfristen wird sich die Gesetzgebung in den betroffenen Bundesländern auf den Ausstattungsgrad der Haushalte erst in Zukunft merklich auswirken.  Für die übrigen Bundesländer sieht die Kampagne "Rauchmelder retten Leben" noch großen Nachholbedarf. Zudem erreichen viele Verbraucher nicht den in der deutschen Industrienorm 14676 "Rauchwarnmelder für Wohnhäuser und Räume mit wohnähnlicher Nutzung" vorgeschriebenen Mindestschutz. Dieser schreibt die Überwachung von Kinderzimmern, Schlafbereichen und Fluren mit Rauchmeldern vor. In den Bundesländern mit Rauchmelder-Gesetzgebung ist die Norm bereits verpflichtend eingeführt.  

Auch die Nutzung von vernetzten Rauchmeldern, die im Brandfall in allen Räumen mit Rauchmeldern, auch über mehrere Stockwerke, anschlagen, ist laut Christian Rudolph, Sprecher der "Rauchmelder-retten-Leben"-Kampagne, noch sehr gering. Dabei hilft eine auch nachträglich per Funk zu installierende Vernetzung besonders dann, wenn kleine Kinder und ältere Menschen im Haushalt leben, die im Brandfall nicht selbstständig ihr Zimmer verlassen würden oder können.

Feuerwehren empfehlen heute grundsätzlich Rauchmelder mit Batterien, deren Lebensdauer fünf bis zehn Jahre beträgt. Eine Stummschaltungsfunktion vereinfacht außerdem den Umgang bei Täuschungsalarmen, die z. B. in der Küche durch Wasserdampf beim Kochen hervorgerufen werden. Beim Gebrauch von Rauchmeldern mit fehlender Stummschaltung wird bei Täuschungsalarmen oft die Batterie entnommen und nach mehrfachen Alarmen nicht wieder eingesetzt.

Damit die Verbraucher nicht die Lust auf mehr Sicherheit durch Täuschungsalarme und Fehlfunktionen von gefährlichen Schnäppchen verlieren, arbeiten Feuerwehren, Versicherungen und Industrie mit vereinten Kräften an der Aufklärung der Bevölkerung über die richtige Installation und die wichtigsten Qualitätskriterien von Rauchmeldern. Verbraucher sollten beim Kauf von Rauchmeldern auf den Hinweis "geprüft nach DIN EN 14604", das CE-Kennzeichen und das VdS-Siegel auf der Verpackung achten.

"Mit 36 % der Haushalte hat die Rauchmelderkampagne einen großen Fortschritt in der Brandprävention erreicht. Um unser Ziel, eine Ausstattung aller Haushalte in Deutschland mit Rauchmeldern nach schwedischem Vorbild zu erreichen, haben wir noch einiges vor uns", erklärt Bernd Seibt, Vorsitzender des Fachverbandes Sicherheitssysteme im ZVEI und Mitinitiator der Kampagne.


Quelle: undefinedLandesfeuerwehrverband Bayern

Weitere Informationen zum Thema Rauchmelder erhalten Sie unter undefinedwww.rauchmelder-lebensretter.de.